TEL: 030 400 407 00       INFO@EO-INSTITUT.DE        KONTAKT

Das EO Gesundheitscenter – eine virtuelle Fachabteilung für die Unterstützung bei der Umsetzung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements

FAQ- Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen bei der Angebotsvorstellung

Das Gefährdungsbarometer wurde von PsychologInnen entwickelt, die über die nötigen Fachkenntnisse zur psychologischen Diagnostik verfügen. Insgesamt sind die Gütekriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität gegeben und entsprechen wissenschaftlichen Standards.

Die Forschung hat bestimmte Belastungsfaktoren herausgestellt, die bei jedem Arbeitsplatz relevant sind. Mit dem Fragebogen erfassen wir alle von der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) festgelegten relevanten Belastungsfaktoren. Ziel der Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Erfassung aller Belastungsfaktoren und dabei kritische Kombinationen zu identifizieren. Wenn man jetzt beim Ausfüllen des Fragebogens das Gefühl hat, dass ein wichtiger Belastungsfaktor nicht erfasst wurde, kann dieser Punkt auch im offenen Freitext ergänzt und erläutert werden.

Daten für ein Benchmarking im gleichen Industriezweig liegen uns nicht vor, bzw. werden von uns nicht erhoben oder verglichen. Grund hierfür ist, dass der Vergleich mit anderen Unternehmen aus unserer Sicht nichts an der Interpretation Ihrer ermittelten Belastungsintensitäten ändert. Wir erheben im Rahmen der GB Psych bestimmte Kenngrößen, die absolute Werte widerspiegeln. Außerdem werden von uns insbesondere auch kritische Kombinationen (an Belastungsfaktoren) berücksichtigt, die durch Benchmarks gar nicht ersichtlich werden würden.

Für die Erfassung von psychischen Belastungsfaktoren gibt es keine technischen Messinstrumente (das ist anders bei der physikalischen GB, z.B. Lärm und Schallpegelmesser), eine 100%ige Objektivität kann es also schlichtweg bei der Erfassung von psychischen Belastungsfaktoren nicht geben. Wir benutzen aber Methoden, die uns helfen nahe an die Objektivität heranzukommen:

• Orientierung an der GDA-Leitlinie und aktueller Forschung.
• Art der Befragung: die Fragen werden so gestellt, dass sie konkret sind und direkt Belastungsfaktoren erfassen.
• Zusammenführung von verschiedenen Sichtweisen (MitarbeiterInnen, Führungskräfte, und arbeitspsychologische Sichtweise von uns)
• Es werden mehrere oder alle MitarbeiterInnen befragt, damit keine Einzelmeinungen abgebildet werden, sondern die mehrheitliche gemittelte Einschätzung in einem Tätigkeitsbereich. Ziel des Fragebogens ist es eine systematische Übersicht zu erhalten und nicht einzelne Arbeitsplätze abzubilden.

Es gibt keine technischen Messinstrumente, um psychische Belastungen zu erfassen und damit kann es auch keine Pauschalgrenzwerte geben (z.B. ab 5 Personen im Büro liegt eine Lärmbelastung vor). Natürlich arbeiten auch wir mit Grenzwerten, um eine Entscheidung treffen zu können, ob eine Gefährdung vorliegt oder nicht, aber diese Grenzwerte ergeben sich aus den Antworten der Befragten einer Analyseeinheit. Anhand dieser Antworten können wir entscheiden, ob eine Gefährdung vorliegt oder nicht, aufgrund von arbeitspsychologisch festgelegten Grenzwerten.

Da ohne die Beteiligung der MitarbeiterInnen keine Ergebnisse vorliegen würden, ist es auch wichtig, dass sie Rückmeldung zu den Ergebnissen erhalten. Die Gesamtergebnisse können ausgehangen werden oder im Intranet veröffentlich werden. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass sich Bereiche nicht untereinander vergleichen, nach dem Motto: "Wir sind der kritischste Bereich des Unternehmens", weshalb die Bereichsberichte nicht für alle zugänglich sein sollten.
Die direkte Führungskraft sollte bei der Teambesprechung die bereichsspezifischen Ergebnisse mit den MitarbeiterInnen besprechen und bei kritischen Themen nach Lösungsvorschläge fragen.

Häufig gestellte Fragen bei Führungskräften:

Die Geschäftsführung hat ihre Zustimmung im Prozess der Gefährdungsbeurteilung gegeben und als Vertreter der Geschäftsführung sollten auch Führungskräfte hinter dem Prozess stehen, denn sie sind natürlich Multiplikatoren und haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit ihrer MitarbeiterInnen.
Führungskräfte sollten auch den Fragebogen ausfüllen, damit die Belastungsfaktoren von Führungskräften gesondert ausgewertet werden können. Sie sind dann verantwortlich die Ergebnisse der Fragebogenbefragung mit ihrer Einschätzung der Belastungsfaktoren abzugleichen und geeignete Maßnahmen festzulegen und umzusetzen. Hierbei unterstützten wir Sie natürlich.

Ein Merkmalsbereich der Gefährdungsbeurteilung ist die Zusammenarbeit mit der Führungskraft. Von daher schätzen Beschäftigte auch Teile der Führungsqualität ein (z.B.: Rückmeldung zu Arbeitsleistungen, Unterstützung seitens der Führungskräfte). Kritische Einschätzungen sollten als Chance gesehen werden, das eigene Führungsverhalten zu reflektieren. Das gemeinsame Ziel, die Arbeitsbedingungen zu verbessern, sollte hier stets im Mittelpunkt stehen.

Die Ergebnisse der Bereiche bleiben in der Regel bei dem Abteilungsleiter, das ist auch insofern wichtig, da nicht alle Entscheidungen bezüglich der Umsetzung von Maßnahmen bei der direkten Führungskraft liegen und somit auch oft Rücksprache und Unterstützung von höheren Führungsebenen bedarf. Gesonderte Aufgaben, die den Einbezug anderer Bereiche erforderlich machen, werden an den entsprechenden Bereich von der zuständigen Führungskraft kommuniziert. Übergreifende Themen, die sich durch die Gefährdungsbeurteilung herausgestellt haben, werden mit der Steuerungsgruppe und Geschäftsleitung besprochen. Zur Koordinierung der Verteilung der Berichte, erhält auch der interne Ansprechpartner die Ergebnisse.

Die Führungskraft kommt vor allem nach der Erhebung (z.B. Fragebogen & Workshops) ins Spiel, wenn es also darum geht geeignete Maßnahmen abzuleiten. Hier liegt die Verantwortung bei den zuständigen Führungskräften für den jeweiligen Bereich. Der Prozess, geeignete Maßnahmen festzulegen, kann mitunter auch mit etwas Aufwand verbunden sein. Idealerweise fangen Führungskräfte dabei auch die Perspektive der Beschäftigten ein, besprechen die Ergebnisse der Fragebogen-Erhebung und Lösungsvorschläge.

Häufig gestellte Fragen von MitarbeiterInnen:

Das Gefährdungsbarometer wurde von PsychologInnen entwickelt, die über die nötigen Fachkenntnisse zur psychologischen Diagnostik verfügen. Insgesamt sind die Gütekriterien der Objektivität, Reliabilität und Validität gegeben und entsprechen wissenschaftlichen Standards.

Fragebogen:
Das Ausfüllen und die Auswertung des Fragebogens erfolgt anonym. Auf dem Fragebogen steht nur der Unternehmensbereich aber kein Name und die Dateneingabe und -auswertung erfolgt durch das EO Institut. Das Unternehmen erhält zu keinem Zeitpunkt die Rohdaten.
Wenn im offenen Kommentarfeld möglicherweise Hinweise auf Einzelpersonen vorhanden sind, werden wir diese Informationen verfremden, um die Anonymität zu wahren.

Arbeitsplatzinterview:
In kleinen Unternehmensbereichen (weniger als 5 Personen) werden zusätzlich Arbeitsplatzinterviews durchgeführt. Die Anonymität während des Interviews ist aufgrund der wenigen Personen nicht gewährleistet. Bei der Auswertung stehen allerdings keine Namen, sondern nur die Funktion. Eventuelle personenrelevante Aussagen werden von uns verfremdet weitergegeben.

Analyseworkshop:
Analyseworkshops finden mit ca. 8-12 Personen auf freiwilliger Basis und ohne Anwesenheit der Führungskräfte statt. Die Anonymität ist im Analyseworkshop nicht in gleichem Umfang, wie im Fragebogenbericht gegeben. Im Ergebnisbericht des Analyseworkshops wird aber ausschließlich von Gruppenergebnissen und nicht von Aussagen einzelner Personen gesprochen. Auf den gegenseitigen vertraulichen Umgang bez. der Diskussionen wird zu Beginn des Analyseworkshops hingewiesen. Wenn die sozialen Beziehungen in einer Arbeitseinheit eine solch offene Atmosphäre nicht zulassen, werden anstelle eines Workshops Arbeitsplatzinterviews stattfinden.

Der Fragebogen erhält ganz klar formulierte und einfach verständliche Aussagen, wodurch die Bearbeitungszeit im Vergleich zu offen formulierten Fragen deutlich verringert wird. Sie stimmen den Aussagen im Fragebogen von "stimme gar nicht zu" bis "stimme voll zu" zu, sie schreiben also keine ausformulierten Antworten zu jeder Frage. Sie haben am Ende die Möglichkeit in einem offenen Freitext auch noch Hinweise oder Erläuterungen einzufügen. An sich sollte dies nicht mehr als 10 Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen.

Die Zustimmung zur Gefährdungsbeurteilung ist seitens der Unternehmensleitung (und auch vom Betriebsrat) gegeben.
Welche Maßnahmen festgelegt und umgesetzt werden liegt bei der zuständigen Führungskraft. Aber als MitarbeiterIn ist es wichtig, dass auch Sie Ihre Perspektive einbringen, das heißt aber auch nicht dass es eine Umsetzungspflicht der Maßnahmenvorschläge der MitarbeiterInnen gibt. Ähnlich wie bei einem Arzt gibt es oft verschiedene Methoden negative Auswirkungen zu reduzieren, diese müssen eben individuell an die Situation und die Person (oder Unternehmensbereich) angepasst werden - und da hat die Führungskraft oftmals ein umfassenderes Verständnis, die geeignete Maßnahme zu finden. Abgeleitete Maßnahmen zielen auch nicht darauf ab, das ganze Unternehmen umzustrukturieren, sondern vor allem kleinere konkrete Maßnahmen umzusetzen und für die größeren Themen zu sensibilisieren.

Teilzeitkräfte werden in der Gefährdungsbeurteilung generell nicht gesondert erfasst und erhalten den gleichen Fragebogen. Teilzeitkräfte könnten mögliche Belastungen vielleicht weniger intensiv oder sogar intensiver wahrnehmen, da sie eben nur einen Teil der Zeit da sind. Eine Unterscheidung nach Tätigkeitsbereich und Arbeitszeitmodell könnte durchaus Sinn machen, aber das ist schwer in die Praxis umzusetzen, da die Gruppen oftmals sehr klein sind und dadurch keine Auswertung mehr möglich ist. Wenn man der Meinung ist, dass bestimmte Belastungen vor allem für Teilzeitkräfte relevant sind, kann dies auch im offenen Kommentarfeld erläutert werden.

Das Konzept sieht nicht vor für jeden Tätigkeitsbereich Arbeitsplatzbegehungen durchzuführen. Alle Beschäftigten haben die Möglichkeit im Fragebogen ihren Arbeitsplatz zu bewerten und das ist auch Grundlage der Analyseworkshops. Wenn insgesamt ein Belastungsfaktor kritisch gesehen wird oder mehr als 30% der Mitarbeiter einen Belastungsfaktor kritisch sehen, dann sind das keine Einzelmeinungen, weshalb dann im Analyseworkshops auch genauer hingeschaut wird.

Es ist schwer einen perfekten Zeitpunkt für die Durchführung der Gefährdungsbeurteilung zu finden. Gerade in der modernen Arbeitswelt werden immer wieder Veränderungen auftauchen. Gerade nach den Umstrukturierungen ist ein besonders ungünstiger Moment, da es dauern wird, bis sich die Arbeitsabläufe wieder eingespielt haben. Oftmals sind auch nicht alle Bereiche im gleichen Umfang von der Umstrukturierung betroffen. Zum Vorgehen in den Bereichen, die sehr stark von der Umstrukturierung betroffen sind, werden wir uns mit der Steuerungsgruppe intensiv abstimmen.
Im Bestfall können die Ergebnisse zum jetzigen Zeitpunkt für die Umstrukturierungen genutzt werden, da alle Tätigkeitsbereiche genauestens beleuchtet werden. Man könnte sich beispielsweise die Frage stellen, welche Belastungsfaktoren in Zukunft bei der Umstrukturierung beachtet und reduziert werden können.

Ja, sie erhalten eine Ergebniszusammenfassung, bei welcher jeder Belastungsfaktor aufgeführt ist. Im Barometer erkennen sie, ob dieser Belastungsfaktor eine Ressource darstellt oder kritisch ausgeprägt ist. Auch bei den Analyseworkshops werden die Ergebnisse immer zusammengefasst und als Gruppenergebnisse verstanden (es werden keine Personen benannt). Zudem werden keine Moderationswände oder sonstige Beiträge abfotografiert und weitergegeben.